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8 Baustoffauswahl für den Dachgeschossausbau

8.1 Ökologische und wirtschaftliche Gesichtspunkte zur Baustoffauswahl
8.1.1 Die Baustoffe – ihre Verwendung und Eigenschaften

In der bisherigen menschlichen Entwicklung wurden je Entwicklungsstand und dem natürlichen vorkommenden Baustoffen Unterkünfte geschaffen, die eine Schutzfunktion vor Witterung, Tieren und unerwünschten Artgenossen zu erfüllen hatten. Lehm, Steine, Holz und Schilf kommen in der Natur vor und sind ein Bestandteil der natürlichen Stoffkreisläufe. Höher veredelte Baustoffe wie Ziegel, Kalk, Gips usw. verbesserten die Wohnqualität und die technische Ausführung der Bauwerke. Die zur Herstellung dieser Baustoffe eingebrachte Energie (brennen) entweicht über eine lange Zeit wieder.

Die Ausgangsstoffe, Zwischen- und Endprodukte sind in der Regel chemisch unbedenklich. Bis in die 50er Jahre wurde so gebaut, was heute unter den Namen „ökologisch“ zusammengefasst werden kann. Bei diesen „älteren“ Baustoffen liegen Langzeiterfahrungen auf ihre Haltbarkeit und gesundheitliche Wirkung auf den Menschen und die Tiere vor. Immer mehr neue Baustoffe und Technologien überschwemmen den Markt, bedingt durch den Kostenfaktor, der Verarbeitbarkeit und den erhöhten Anforderungen. Neben sehr brauchbaren Produkten sind natürlich auch viele bedenkliche auf dem Markt, getarnt durch selbst erfundene Prädikatsiegel, erdachte oder nicht nachvollziehbare Eigenschaften usw.

Durch die Vielzahl der Einflussfaktoren ist eine genormte Bewertung der Baustoffeigenschaften kaum möglich bzw. ist nur auf bestimmte Rahmenbedingungen anwendbar. Ausschlaggeben sind äußere klimatische Faktoren und die jeweilige Nutzungsbedingung. Der gleiche Baustoff kann in einer Konstruktion hervorragende Eigenschaften aufweisen und an einer anderen Stelle vollkommen versagen. Alle diese Faktoren können die genormten oder bauaufsichtlich zugelassenen, güteüberwachten Produkte, die im Bauwesen nur Anwendung finden dürfen, nicht berücksichtigen. Zu beachten sind die einschlägigen Normen für Dämmstoffe (DIN 18159, 18161-18165,18174) und für Gipskartonplatten (DIN 18180 bis 18184) sowie die zahlreichen anderen Normen für Bodenbeläge, Putze, Estrich, Parkett usw., die Landesbauordnungen, die „Richtlinien für die Verwendung brennbarer Baustoffe im Hochbau“ u. a.

Hier soll auch auf das Dogma, Biologisches bzw. Natürliches sei von sich aus immer für den Menschen gesund und verträglich hingewiesen werden. Die Gleichung Industrieprodukt = ungesund und Naturprodukt = gesund ist nicht ganz richtig. Jeder Pilzsammler weiß, dass nicht alle Produkte der Natur dem Menschen zuträglich sind. Jede Schreinerei, auch eine Biotischlerei, muss aufwendige Absauganlagen und Filter bauen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter vor Holzstäuben zu schützen. So z. B. auch beim Abschleifen des Eichenparketts, Eichenstaub ist krebserregend.

„Ein Vergleich in Stichproben der Innenraumluft alternativer und konventioneller Häuser durch die Fachhochschule Kiel zeigte z. B., dass die Luft in den alternativen Häusern besonders hoch mit Terpenen befrachtet war. Terpene sind oft als Biolösemittel in alternativen Farben und Wachsen enthalten. Ihre toxische Wirkung, die wie bei allen Stoffen eben auch von der Konzentration abhängt, ist noch wenig erforscht. Zudem konnte man auch feststellen, dass sich zusätzlich zu den Terpenen in der Luft die gleichen Stoffe, ja z. T. sogar in noch höheren Konzentrationen befanden, die auch in den konventionellen Häusern anzutreffen waren.

Die Luftqualität in den alternativen Häusern war also keineswegs besser. Aus dieser Untersuchung wurden zwei Dinge deutlich: Die Verwendung von Biofarben und ähnlichen Materialien führt weg von den klassischen, oft nicht unbedenklichen Lösungsmitteln hin zu neuen Stoffen, über die man noch relativ wenig weiß. Zum anderen zeigte sich, dass der Einsatz derartiger Mittel beim Bauen keine Verbesserung der Innenraumluft bringt, wenn Möbel, Putzmittel, Kleider und andere Gegenstände die altbekannten konventionellen Stoffe wieder ins Haus bringen.“ [123]

Bei den Leichtbaukonstruktionen und somit auch beim Dachgeschoss finden sehr viele Dämmstoffe ihre Anwendung. Faserstäube von Mineralwollen wurden vor einigen Jahren in die Liste Krebs erzeugende Stoffe aufgenommen. Durch veränderte Fasern ist das Krebsrisiko der heutigen Mineralwolle, die im Handel angeboten werden, gleich null. Kunststoffe, z. B. Styrol, haben zwar bis zur Verarbeitung weitestgehend ihre ausgasenden Inhaltsstoffe abgegeben, aber bei der Herstellung ist meist ein hoher Energieaufwand erforderlich. Hinzu kommt eine verhältnismäßig hohe Umweltbelastung bei der Herstellung und Entsorgung. Durch ihre große Beständigkeit können sie aber gegenüber anderen Dämmstoffen wieder im Vorteil sein.

Die alternativen Dämmstoffe, wie Schafwolle, Baumwolle, Kork und Zellulose sind in die Kritik geraten. Die biologisch erzeugten Dämmstoffe könnten selbst nach dem Aufbau großer umweltschädlicher Monokulturen in den Erzeugerregionen den Bedarf „hochdämmender Nationen“ nicht decken. Um Formstabilität und Nichtbrennbarkeit zu erreichen, müssen wieder Chemikalien, wie Borsalze, zugesetzt werden. Damit wird dieser Baustoff bei einer Entsorgung als kontaminiert eingeordnet. Zellulosedämmstoffe ohne Borsalze brennen sehr leicht und dürfen überhaupt nur so verbaut werden. Da Borsalze als wassergefährdend eingestuft sind, müssen Zellulosedämmungen später verbrannt oder in besonderen Deponien gelagert werden. Schafswolledämmung ist in der Regel mit Mottenschutzchemikalien behandelt.

Einer der meisten Anfragen von Bewohnern ökologisch orientierter Fertigteilhäuser lautete: Was kann man gegen die vielen Motten in den Wänden und in der Wohnung machen? Ganz einfach. Vollständiger Rückbau und die Flachs/Schafswolldämmung entsorgen und neu aufbauen. Also, neben dem vielen Ärger auch eine doppelte Bauausführung.

Ein wichtiger Vorteil der Ökoprodukte besteht in den materialspezifischen Eigenschaften, wo mühelos Feuchtigkeit aufgenommen und auch wieder abgegeben werden kann. Das macht sie für diffusionsoffene Konstruktionen besonders geeignet. [124] In der Argumentation wird die Feuchtigkeitsempfindlichkeit und Trocknung als positive Merkmale bzw. Besonderheit hervorgehoben.

Die Feuchtigkeitsempfindlichkeit kann nur bedingt als positive Eigenschaft gewertet werden, da die Baustoffe trocken sein sollten. Bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts fanden vorwiegend organische Dämmstoffe ihre Anwendung. Gistl beschreibt 1946 seine Erfahrungen mit organischen Dämmstoffen, wie folgt: „… die Erkennung von Bakterienanfälligkeit (ist) besonders wichtig, da gerade bei der Bakterienfäule in einem Dämmstoff in reichem Maße jene so unangenehm süßlichen, fad fauligen, widerlich riechenden gasförmigen Stoffwechselprodukte entstehen, welche vor allem tierischen Nahrungsmitteln sich mitteilen und hier so fest haften, dass bei Fleisch z. B. der Geruch durch Kochen und Braten nicht mehr entfernt werden kann … Ich habe bei der Untersuchung von Dämmstoffen nur sehr selten die Entwicklung von oberflächlichen Bakterienkolonien beobachtet. Viel häufiger entwickeln sich die Bakterien innerhalb der Leichtbauplatte des Dämmstoffes. Manchmal sieht man als äußeres Merkmal der Bakterienentwicklung in einem Dämmstoff ein Erweichen der befallenen Stellen.“ [125]

Das sehr verbreitete Problem der Schimmelpilzbildung in der Wohnung ist nicht nur allein auf höhere Luftfeuchtigkeit infolge der dicht schließenden Fenster zurück zuführen. Die Schimmelpilzbildung in der geschlossenen Konstruktion (vergleiche Bild 6.5.4.) wird optisch nicht wahrgenommen. Die Pilze ernähren sich im Wesentlichen heterotroph – von organischen Substanzen lebender und toter Organismen. [126] Als Nahrung dient überwiegend Glucose, Maltose und Saccharose, z. B. in Tapetenkleister oder Raufasertapete, Dispersionsfarben, Holz, Papier, Textilien, Weichmacher in Kunststoffe und Gummi, Staub und Fette. Gute Lebensbedingungen liegen bei einem pH-Wert zwischen 2 bis 6,5 auch bis 8 und einer Temperatur von 0 °C bis +40 °C vor. Auch werden keine Ansprüche an die Zusammensetzung der Atmosphäre gestellt. Die Lebensbedingungen sind recht unterschiedlich, verbessern sich diese wieder, so kann selbst scheinbar abgestorbenes Myzel auch nach Monaten neu auskeimen. [127] Die wesentlichen Wachstumsvoraussetzungen sind die Temperatur, die relative Feuchte und das Substrat (Nahrung), welche über eine bestimmte Zeitperiode vorliegen muss. [128] Dagegen dienen anorganische Baustoffe im eigentlichen Sinn nicht als Nahrungsgrundlage.
Sie können nur besiedelt werden, wenn sie organische Substanzen beinhalten oder sich diese in der Nähe befinden. Vor dem Einsatz von organischen Baustoffen ist immer die Zweckmäßigkeit auf zu erwartende klimatische Bedingungen zu prüfen.

Hartschäume schneiden bezüglich des Brand- als auch Schallschutzes schlecht ab. In Versuchen haben sich Holz- und Zellulosefasern in Ständerwandkonstruktionen bewährt. [129] Deren Tauglichkeit sollte durch ein Prüfzeugnis oder Gutachten nachgewiesen werden.

Gerade die sehr empfindlich gegenüber Stäube sind, sollten bei der Verarbeitung von Mineralwollen, Kokos, Stroh, Baumwolle, Schafswolle, Holzwolleplatten oder Perliten Staubmasken zu tragen.

In der Regel sind die konventionellen Baustoffe heute besser erforscht und stellen toxikologisch und bautechnisch ein geringeres Risiko dar. Zu alternativen Dämmstoffen gibt es noch keine bzw. unzureichende Langzeituntersuchung über deren Dauerhaftigkeit.

8.1.2 Die ökologisch orientierte Planung beim Dachgeschossausbau

Eine ökologisch orientierte Planung hat zum Ziel, die mit jedem Bauprozess zwangsläufig verbundenen Umweltbelastungen zu minimieren und Schäden an der Umwelt zu vermeiden. Das setzt eine umfassende Betrachtungsweise auf allen Arbeitsstufen voraus.

8.1.2.1 Die Energie- und Rohstoffressourcen

Bauten sind so zu konstruieren, dass energetisch ein optimaler Gebäudebetrieb gewährleistet ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Wärmehaushalt eines Gebäudes nicht allein von einer hohen Wärmedämmung bestimmt wird, sondern vielmehr auch von einer günstigen Wärmespeicherung. Bei der Optimierung geht es um das Zusammenwirken von Dämmung und Speicherung mit Energiegewinnen aus der Umwelt und von inneren Wärmequellen (Beleuchtung, Geräte, EDV, Personen). Diese Kriterien werden von den massiven Dachkonstruktionen im Punkt 3.1.1 und 3.1.2 günstiger erfüllt als von den leichteren Zwischensparrendämmungen. Ebenso führt eine unkontrollierte Lüftung über Fugen zu einem erheblich höheren Heizenergiebedarf.

Baumaterialien aus einheimischen Rohstoffen bevorzugen

Unter Beachtung einer nachhaltigen Nutzung werden durch die Verwendung von erneuerbaren (z. B. Holz, Pflanzenfasern, Wolle, bestimmten Farbpigmenten) oder annähernd unbegrenzt verfügbaren (z. B. Basalt/Diabas, Kalk, Feldspat, Sand, Dolomit) Rohstoffen keine Umweltgüter zerstört öder Ressourcenvorräte ausgebeutet. Um Umweltbelastungen durch lange Transportwege zu vermeide, sollten die für Baumaterialien verwendeten Rohstoffe regional (in Europa) verfügbar sein. Es ist aber auch zu beachten, dass alternative Baustoffe, vor allem Dämmstoffe nur einen kleinen Bedarf abdecken können. Ebenso macht es keinen Sinn, Wolle als Dämmstoff einzusetzen, wenn sich anschließend Kleidermotten ansiedeln.

8.1.2.2 Die Baukonstruktionen

Lange Gebrauchsdauer anstreben

Ein Bauwerk möglichst lange im gebrauchsfähigen Zustand zu erhalten, ist eine grundlegende ökologische Forderung. Bedingung dafür ist die klare konstruktive Trennung zwischen Bauteilen mit unterschiedlicher Nutzungsdauer. Tragende Bauteile haben in der Regel eine längere Nutzungsdauer als Innenbauteile oder die Innenausstattung. Die Dauerhaftigkeit ist beeinflussbar durch Verwendung von Baumaterialien, die möglich lange funktionstüchtig und ansehnlich bleiben. Bei exponierten Bauteilen hat der konstruktive Witterungs- und Feuchtigkeitsschutz Vorrang vor Schutzanstriche. Ebenso sollten Lösungen nach dem Prinzip der „Generationshäuser“ angestrebt werden. Durch gute Planung können bisher ungenutzte Räume zu aktiven Wohnzwecken umgenutzt werden.

Unterhalts- und reparaturfreundliche Bauten erstellen

Exponierte und unterhaltsintensive Bauteile sowie haustechnische Installationen sollten für Kontroll-, Unterhalts- und Reparaturarbeiten leicht zugänglich sein. Mit regelmäßigen Kontrollen und gezielten Unterhalt und Renovationskonzepten kann die Gebrauchsdauer eines Bauteils wesentlich verlängert werden. Das Verlegen von Heizungsrohren unter den Fußbodenplatten oder ausschließlich hinter dem Drempel sind keine guten Lösungen, da keine Kontrolle möglich ist. Ebenso sind durch die vielen Hohlräume kleine Wasserschäden erst sehr spät erkennbar.

Schutz vor hochfrequenten elektromagnetischen Wellen und elektrischen Wechselfeldern

Gerade im Dachbereich können naheliegende Hochspannungsleitungen, Stromleitungsmasten, ungünstig einstrahlende Mobilfunkmasten oder elektrische Haushaltgeräte an der gegenüberliegenden Wandseite zum „Elektrosmog“ führen. Mit nur geringem Mehraufwand können hier statt dem Einbau der herkömmlichen Gipskartonbauplatten spezielle Gipsplatten, z. B. LaVita von Knauf, deren Rückseitenkarton durch Karbonfasern elektrisch leitfähig ist, ersetzt werden und so eine ungestörte Raumzone schaffen.

8.1.2.3 Die Baumaterialien

Sich frühzeitig mit Materialfragen befassen

Die Festlegung der Materialien für den Dachausbau (Tragkonstruktion, Wärmedämmung) sowie der großflächig zu verwendenden Materialien für den Innenausbau muss frühzeitig erfolgen, damit die Umweltverträglichkeit überprüft werden kann. Dadurch lassen sich konzeptionelle und architektonische Entscheide, noch ökologisch beeinflussen. Während der Ausführung sind unzweckmäßige Entscheidungen ohne umfangreiche Änderungen selten zu korrigieren. Z. B. ist der Aufbau einer Unterkonstruktion für eine Gipskartonverkleidung anders aufzubauen als für Holzpaneele.

Umweitverträgliche Materialien wählen

Kein Baumaterial ist von der Herstellung bis zur Entsorgung frei von Umweltbelastungen. Es gibt aber Materialien, die im Vergleich besser abschneiden und nach heutigem Erkenntnisstand als umweltverträglich gelten. Grundsätzlich sollte für die Wahl der Baumaterialien das Prinzip der Schadstoffminimierung gelten, es sollten Materialien verwendet werden, die möglichst wenig Schadstoffe emittieren und bei deren Herstellung und Beseitigung möglichst wenig umweltgefährdende Stoffe in die Umwelt gelangen.

Ein unzweckmäßiger Einsatz von Schafwolle erfordert chemische Insektenschutzmittel (Eulan) und Borsalze als Flammenschutz und wird so zum Sondermüll. Dagegen treten bei der Mineral- oder Steinwollewolle nur bei der Verarbeitung und Entsorgung vertretbare Belastungen auf. Bei den bereits o. g. genannten Baustoffen werden ausgewählte Kriterien aufgeführt.

Materialmengen berücksichtigen

Kommt ein Baumaterial in großen Mengen zum Einsatz, wird auch ein geringer Schadstoffgehalt infolge des gesamten Belastungspotenzials umweltrelevant. Ein erster Schritt zur Begrenzung der Umweltrisiken durch freigesetzte Schadstoffe kann darin bestehen, dass schon bei der Materialwahl die benötigte Materialmenge in Relation zum geschätzten oder berechneten Schadstoffgehalt verschiedener Materialvarianten gesetzt wird.

8.1.2.4 Die Verwertung und Entsorgung von Bauabfällen

Auf schwierig zu entsorgende Baumaterialien von vornherein verzichten.

Um künftige Entsorgungsprobleme zu vermeiden, sollten möglichst keine Baumaterialien oder Materialkombinationen verwendet werden, die schwierig und mit großem Aufwand zu entsorgen sind. Das betrifft vor allem Materialien, die nach der Nutzung zu Sonderabfall werden, ferner Stoffe, die sich nicht unschädlich vernichten (verbrennen) lassen sowie Verbundmaterialien und Verbundkonstruktionen, die schwer trennbar und deshalb nicht verwertbar sind.

Verwertung von Altbauteilen prüfen.

Bei einem geordneten Rückbau besteht die Möglichkeit, dass einzelne Bauteile (z. B. Türen, Balken, Verkleidungsmaterialien, Bodenbeläge) erhalten und wieder in einen Neu- oder Umbau eingebaut werden, wie es bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts üblich war. Ein solches Bauteilrecycling ist ökologisch sehr effizient. Es lässt sich zurzeit aber erst für einen kleinen Teil Bauabfälle anwenden. Bei Holzteilen ist dies sogar vom Vorteil, da diese bereits die Einbaufeuchte besitzen und so kein Schwund oder Setzungen entstehen. In vereinzelten Fällen haben diese auch eine höhere Eigenresistenz gegenüber Holz zerstörende Insekten oder Pilze als frisches Bauholz.

Teile, der Zusammenstellung stammt aus verschiedenen Konsenspapieren der KOB (Koordinationsgruppe ökologisch Bauen im Netzwerk Schweiz). [130]

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