ib-rauch.de
Bauratgeber :: Garten  |  Download  |  Impressum  |  AGB/Datenschutz

Hecken: Wie man Sie anpflanzt, pflegt und schneidet

Das Anpflanzen einer Hecke kann eine gute Möglichkeit sein, deinen Garten zu verschönen und die Privatsphäre zu erhöhen. Es gibt viele verschiedene Arten von Hecken, und der Pflanzzeitraum hängt von der Art der Hecke ab.

Dieser Leitfaden enthält eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen einer Hecke, einschließlich Tipps zur Auswahl der richtigen Pflanzen, zur Vorbereitung des Bodens und die Pflege der Hecke.

Das Wichtigste zusammengefasst

Welche Art von Hecke ist die richtige für meinen Garten?

Wenn es darum geht, welche Hecke du anpflanzen möchtest, musst du dich zuerst entscheiden ob du eine immergrüne oder eine laubabwerfende Hecken im Garten willst.

Immergrüne Hecken sind meist sehr pflegeleicht und bieten selbst im Spätherbst und Winter noch einen dichten Sichtschutz.

Laubabwerfende Hecken sind Pflanzen, die ihre Blätter verlieren, wenn es kalt wird. Das bedeutet, dass sie in der Regel mehr Pflege benötigen.

Benötigst du möglichst zeitnah eine hohe Hecke?

Thuja-, Kirschlorbeer- oder Hainbuchenhecken wachsen sehr schnell hoch.

Für eine niedrigere, aber dichtere Hecke solltest du dich für eine Buchsbaumhecke entscheiden.

Wann sollte man eine Hecke einpflanzen?

Im Topf gezogene Heckenpflanzen können zu jeder Jahreszeit gepflanzt werden. Ideal ist jedoch eine Pflanzung vom Herbst bis zum frühen Frühjahr, wenn die Pflanzen nicht aktiv wachsen. Während dieser Zeit sind auch wurzelnackte Heckenpflanzen erhältlich. Dabei handelt es sich um laubabwerfende Sträucher wie Weißdorn, Schlehe, Hasel, Spindel und andere einheimische Pflanzen.

Größere, immergrüne Heckenpflanzen wie Eibe, Lorbeer und Thuja sind in den Herbstmonaten auch als wurzelnackte Pflanzen erhältlich. Sie sind meist sehr preiswert, aber haben mehr Wurzelschäden erlitten als Pflanzen, die im Topf gezogen wurden, daher ist ein sorgfältiges Einpflanzen umso wichtiger.

Wie man Hecken pflanzt

Schritt 1: Graben ausheben

Graben ausheben für Hecke

Hebe einen Graben aus der in etwa 1,5 Mal so tief ist wie die Wurzeln der Pflanze.

Um sicherzustellen, dass die Hecke gerade wächst, legst du ein Stück Schnur um den Bereich, den du umgraben willst. Um deine Hecke so dicht wie möglich zu machen, pflanzt du am besten drei bis vier Pflanzen pro Meter.

Wenn du fertig bist, lockere die Erde ein wenig auf - so haben die Wurzeln mehr Platz, um sich auszubreiten.

Schritt 2: Pflanzen einsetzen

Wahrscheinlich kommen die Heckenpflanzen entweder in Sackleinen oder in einen Plastiktopf. Wenn Sackleinen um die Wurzeln gewickelt ist, kannst du die Pflanzen darin lassen, wenn du sie in der Erde setzt.

Dann bindest du das Tuch los, faltest die Seiten um und vergräbst es mit in der Erde. Um zu verhindern, dass die Wurzelballen auseinanderfallen, sollten die Pflanzen nicht mehr bewegt werden.

Bedecke zwei Drittel der Wurzeln mit Erde und Wasser. Dann häufst du die restliche Erde auf und ebnest sie vorsichtig mit dem Fuß ein.

Schritt 3: Ausgiebig Wässern

Sobald du deine Hecke gepflanzt hast, muss sie gut gewässert werden. Wässere die neue Hecke alle 4 Tage.

Wie viel Wasser sie genau brauchen, hängt natürlich auch vom Boden und der Art der Pflanze ab - aber als Faustregel kannst du von ungefähr 10 Liter Wasser pro Meter Heckenhöhe.

Gieße deine Hecke am besten morgens. Morgens ist der Boden kühler, so dass das Wasser nicht verdunstet.

Schritt 4: Kompost als Dünger

Damit deine Hecke besonders gut anwächst, empfehlen wir sie im Frühling oder im Herbst zu Düngen. Es reicht schon etwas reifen Kompost in den Boden mit einzuharken.

Schritt 5: Hecken zum ersten Mal schneiden

Bei blühenden Hecken und bei kräftigen nicht blühenden Hecken (Weißdorn und Liguster) sollte der Heckenschnitt beginnen, sobald die Hecke gepflanzt wurde. Reduziere die Höhe der Pflanzen um etwa ein Drittel. Das mag für neue Pflanzen drastisch erscheinen, aber wenn du das nicht tust, wird deine Hecke in Bodennähe immer dünn und licht sein.

Im darauffolgenden Herbst schneidest du den Neuaustrieb um die Hälfte zurück und schneidest die Seitentriebe der Hecke auf die Breite, die du haben möchtest.

Immergrüne und langsam wachsende Laubgehölze sollten nicht direkt nach der Pflanzung zurückgeschnitten werden.

Tipps für das Schneiden deiner Hecke

Hecke schneiden

Hecken sehen am besten aus, wenn sie richtig beschnitten werden. Ein guter Schnitt verbessert die Form des Strauches und erhöht die Dichte des Laubes.

Mit diesen Tipps zum Heckenschnitt kannst du entscheiden, wann und wie du deine Hecken schneidest.

Alte Hecken wieder aufhübschen

Alte Hecken, insbesondere Ligusterhecken, können stellenweise kahl werden und müssen verjüngt werden. Vernachlässigte Hecken müssen eventuell auf eine überschaubare Höhe und Breite zurückgeschnitten werden.

Liguster ist halb-immergrün, daher ist ein gewisser Blattverlust bei kalter Witterung normal. Wenn du aber viele Stellen mit verzweigten Trieben und wenig Blättern hast, ist es vielleicht am besten, die Hecke bis auf die alten Äste zurückzuschneiden.

Liguster reagiert gut darauf und treibt bald neue Triebe aus, die alle paar Monate geschnitten werden können, um dafür zu sorgen, sich zu verzweigen, anstatt gerade nach oben zu wachsen.

Eiben können auch bis auf die kahlen Äste zurückgeschnitten werden, aber es ist am besten, erst eine Seite der Hecke zu schneiden, sie nachwachsen zu lassen und dann die andere Seite zu schneiden. An den alten kahlen Ästen wird innerhalb weniger Wochen neues Wachstum entstehen.

 ©  Altbausanierung  |  Impressum  |  AGB/Datenschutzerklärung  | 4/2022  IB-Rauch