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Nachhaltige Baustoffwiederverwendung bei Gebäudesanierungen

Bei der Sanierung eines älteren Gebäudes fallen normalerweise jede Menge unterschiedliche Materialien an. Deshalb war lange Zeit der komplette Austausch eine schnelle und bequeme Lösung. Mittlerweile überlegt man sich allerdings, welche Baustoffe noch zu gebrauchen sind, denn viele besitzen eine gute Qualität und können bei einer sorgfältigen Trennung wiederverwendet oder fachgerecht aufbereitet werden. Das schont die Umwelt und spart gleichzeitig Transportkosten und Deponiegebühren.

Besonders begehrt sind heutzutage beispielsweise ältere Ziegelsteine (z. B. Klosterformat, Reichformat), gut erhaltene Holzbalken, Natursteinplatten, historische Fliesen oder Dachsteine (z. B. Schlesische Biber, Möch und Nonne usw.), die sich problemlos in die vorhandene Bausubstanz neu verbauen lassen. Moderne Wohnräume, in denen ältere, gut erhaltene Baustoffe eingebaut worden sind, stehen mit dem gewollten Stilbruch hoch im Kurs.

Wertvolle Materialien in alten Gebäuden erkennen

Bevor die eigentlichen Abbrucharbeiten beginnen, ist eine umfangreiche Planung erforderlich, wie z. B. Aufstellgenehmigungen für den Platz der Container, verschiedene Ab- und Sicherungsmaßnahmen, terminliche Absprachen, Abstimmungen mit Statiker und andere Fachleuten uvm. Das ist oft ein umfangreicher Arbeitsaufwand, welchen die spezialisierten Abbruchfirmen erledigen, aber optisch für den Außenstehenden nicht sichtbar sind.

Besonders Anspruchsvoll sind solche Entkernungsarbeiten (Bild) bei einem Befall durch den Echten Hausschwamm für eine Abbruchfirma. Es muss sehr sauber gearbeitet werden, damit sich keine Myzelteile oder Sporen verteilen. Die Entsorgung erfolgt in speziellen geschlossenen Containern. Baustoffe aus diesem Befallsbereich sind nicht wiederverwertbar!

Entkerntes Dachgeschoss, nach Feuchtigkeitsschaden und Befall durch den Echten Hausschwamm

Zur Planung gehört zunächst auch die Beurteilung und Prüfung der Bausubstanz, was nicht im Container landen soll.
Diese Aufgabe übernehmen normalerweise Experten, die umfangreiche Erfahrung beim Rückbau haben. Betriebe wie Abriss Meier trennen bereits während der ersten Arbeiten Holz, Metall, Beton und Bauschutt konsequent voneinander. Dadurch bleibt der Anteil an wiederverwendbaren Materialien sehr hoch.

Wichtig ist es zudem, schädliche Substanzen früh zu erkennen. Gerade in älteren Häusern findet man manchmal noch Asbest oder alte Dämmstoffe, die besonders behandelt und speziell entsorgt werden müssen. Das betrifft nicht nur das Bauwerk (Werkhallen, Wohngebäude usw.) selbst, sondern vielfach befinden sich noch Einrichtungsgegenstände, alte Farbreste, Öle usw. im Gebäude, welche speziell entsorgt werden müssen. Die Bestandsaufnahme vor dem Arbeitsbeginn verhindert, dass Schadstoffe saubere und wiederverwertbare Baustoffe verunreinigen.

An dieser Stelle muss betont werden, dass durch die strengen Auflagen für die Einhaltung des Umweltschutzes die kontaminierten Flächen in Deutschland erheblich abgenommen haben. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Rumänien, betrachtet man diese Situation mit anderen Augen. Selbst das nicht mehr benötige Gebäude, werden auf dem eigenen Grundstück vergraben. Kleinere Sachen, wie Plastik werden per Lagerfeuer im Garten entsorgt. Aber auch in anderen Ländern ist speziell der umweltgerechten Entsorgung noch ein entscheidender Lernbedarf erforderlich.

Bauschutt richtig trennen und aufbereiten

Bei Beton, Ziegeln und ähnlichen Baustoffen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Dabei werden alte Betonreste und Ziegelbruch in großen Maschinen klein gemahlen, die entweder direkt auf der Baustelle stehen oder in einer festen Anlage. Das Material wird dann zu Sand oder Kies verarbeitet. In Deutschland ist es übrigens gesetzlich geregelt, wie solches Recyclingmaterial hergestellt und verbaut werden darf. Das macht es für Bauherren und Betriebe einfacher und sicherer, wenn sie auf recycelte Baustoffe setzen wollen.

Generell kann man festhalten, dass sich alter Beton gut als Unterbau für Straßen und Wege eignet. Manchmal wird ihm noch neuer Beton beigefügt. Alte Mauersteine und Ziegel werden oft zum Auffüllen von Löchern genutzt oder im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. Stabiles altes Holz kann man prima für den Innenausbau, neue Möbel oder rustikale Bodendielen verwenden. Besonders gut lassen sich Metalle wiederverwerten. Kupfer, Stahl und Gusseisen kann man fast beliebig oft einschmelzen und neu verwenden, ohne dass die Qualität unter den Prozessen leidet.

Praktische Schritte für die Baustellenplanung

Folgende Tipps gehören für die Planung einer Sanierung dazu:

Bei größeren Abbrucharbeiten fragt man am besten früh bei der zuständigen Behörde vor Ort nach, was man alles vorlegen muss. Oft wird zum Beispiel ein Plan verlangt, wohin die einzelnen Materialien am Ende gehen sollen. Wenn man gebrauchte Baustoffe loswerden oder finden möchte, kann man das auch über spezielle Baustoffbörsen im Internet machen. Solche Börsen gibt es in Form von Vereinen oder privaten Anbietern, die genau dafür gegründet wurden.

Oft sind das spezialisierte Baustoffhöfe, welche historische Baustoffe, aber auch Bauteile wie Fenster oder Türen anbieten. Auch wenn heute das Sortiment der angebotenen Baustoffe auf den Baumärkten sehr umfangreich ist, so stimmten die Maße, die Struktur und die Materialzusammensetzung nicht mit dem gewünschten Produkt überein. Das ist besonders dann wichtig, wenn Ersatz für fehlende oder schadhafte Bauteile wie Dachsteine oder sichtbare Ziegel, Bodenfliesen usw. benötigt werden.


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